Die ersten „Schritte“ im Hl. Land

Ben Gurion Airport

 

Gestern sind wir nach 3 stündiger Busfahrt von Köln/Neuss zum Airport in Brüssel und einem vierstündigen Flug am Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv gegen 15.00 Uhr Ortszeit gelandet. Insgesamt hatten sich zunächst 29 Teilnehmer für diese Fahrt gemeldet, bedingt durch die kriegerische Auseinandersetzung im Juli/August in und um den Gazastreifen, haben sich letztlich heute 24 Personen für diese Begegnungsreise auf den Weg gemacht.

Nach knapp dreistündiger Busfahrt sind wir dann am frühen Abend an unserer ersten Station in Tiberias am See Genezareth angekommen. Unterwegs durch Israel konnten die Teilnehmer schon eine der Besonderheiten dieses Staates wahrnehmen:
wir kamen an Orten vorbei die –ausschließlich- von palästinensischen Israelis bewohnt werden (erkennbar an den spitzen Türmen der Moscheen) und rein jüdischen Siedlungen.

ein neuer Morgen am See Genezareth
ein neuer Morgen am See Genezareth

Für die meisten in meiner Reisegruppe ist es die erste Reise nach Israel&Palästina. Diese Reise soll weder eine Pilger- noch eine Vergnügungsreise sein! Touristische Sehenswürdigkeiten und religiöse Stätten werden zwar auch hinreichend Berücksichtigung finden, Priorität haben jedoch die Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die bei den TeilnehmerInnen zu einem besseren Verständnis für die komplizierte Friedensproblematik im Nahen Osten beitragen sollen. Es gibt viele Menschen dort auf beiden Seiten, die durchaus keinen Hass empfinden, die weder politisch noch religiös fanatisch sind, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben.

Und es gibt auf beiden Seiten eine beachtliche Anzahl von Menschen, die sich aktiv für den Frieden engagieren und nach Lösungen für die komplizierte Problematik suchen. Ich habe in Palästina und Israel viele sehr wertvolle Menschen kennen gelernt, die mich mit ihrem Engagement für Frieden und Aussöhnung beeindruckt haben, die mir viel bedeuten. Daran möchten ich die Gruppe mit dieser Reise teilhaben lassen.

Über Marius S. 370 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

1 Kommentar

  1. Lieber Marius, wir lesen mit großem Interesse deinen Blog und danken dir, dass du uns so an eurer Reise Anteil nehmen lässt! Wir wünschen dir und der ganzen Reisegruppe viele wertvolle Begegnungen, besonders mit den Menschen, die sich für den Frieden einsetzen. Ihr könnt den Menschen in ihrer Not ein Hoffnungszeichen sein, indem ihr euch für ihre Situation interessiert. So leistet ihr einen Beitrag zur Völkerverständigung! Eine gute Reise für euch! Wir sind euch in Gedanken verbunden und sind schon jetzt gespannt auf deine Berichte. Herzliche Grüße von Anne und Thomas

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