
Vor etwa einem Jahr bin ich für 8 Wochen nach Beit Emmaus („Haus Emmaus“) aufgebrochen und habe dort für 8 Wochen gearbeitet. Dort ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Es befindet sich in Qubaibah, einem kleinen arabischen Dorf, das etwa 12 km von Jerusalem entfernt in Palästina liegt. Siehe auch meine Berichte im Blog Frühjahr 2013
Heute nun habe ich mich mit Bus, Bahn und nochmal mit dem Bus auf den kurzen aber zeitlich doch langen fast 2 Stunden Weg gemacht um die dortigen Schwestern, die palästinensischen Mitarbeiter und die eine oder andere Heimbewohnerin zu besuchen. Irgendwie hatte ich das Gefühl „ein wenig nach hause zu kommen“, vielleicht verständlich wenn man

bald aber eine neue Straße
irgendwo einmal für doch 2 Monaten gelebt und gearbeitet hat. Zunächst fiel mir auf, dass das ganze Dorf einer Baustelle glich, die Dorfstraße wird erneuert. Ichglaube es gibt keinen Menschen hier den das nicht sehr erfreuen wird, denn ich habe in ganz Palästina keine Straße kennengelernt, die in einem so schlechten Zustand war wie hier in Qubeibah…und das will was heißen in einem Land wo alle Straßen nicht mit den Verhältnissen bei uns verglichen werden können.
Im kleinen Park von Beit Emmaus war die zweite Veränderung erkennbar, er hatte sich merklich „gelichtet“. Die Begründung erfuhr ich von den Schwestern zugleich: am 13. Dezember letzten Jahres hat ein Schneesturm hier in der Region gewütet, der in kurzer Zeit mehr als einen halben Meter Schnee brachte. Der Schnee war sehr nass und damit schwer. Das hat viele Bäume umstürzen und Äste abbrechen lassen. Auch die Stromverbindung war für mehrere Tage unterbrochen. Wie mir die Schwestern berichteten war ein wenig Ausnahmezustand. Bis heute sind die Aufräumarbeiten in dem großen Gelände noch nicht abgeschlossen.
Seit dem Herbst letzten Jahres ist auch eine neue Gruppe junger Volontäre hier im Einsatz. Mit einigen hatte ich die Möglichkeit kurz zu sprechen.

Immer wieder schön solche engagierten junge Menschen zu erleben, die –meist nach dem Abitur- sich für eine soziale Arbeit in fremder Umgebung verpflichten.
Groß war die Freude des Wiedersehens vor allem beim „Chefkoch“ Abu Majed, zu dem ich eine besondere Verbindung hatte, der zu allem Glück auch noch heute Geburtstag feierte. Mit großem Glückgefühl habe ich den im Herbst fertiggestellten „Spiel- und Bewegungsplatz“ für die Heimbewohner in Augenschein genommen. Die Erstellung dieses Platzes war eine der wichtigsten und zeitintensivsten Arbeiten während meines Aufenthaltes im vergangenen Jahr.

Bewegungsplatz
Nach drei Stunden Aufenthalt habe ich mich verabschiedet mit der Ankündigung dass ich am Ostermontag wieder komme, denn dann macht sich – wie jedes Jahr an diesem Tag- eine Gruppe von Jerusalem auf den Weg nach Emmaus. Ich werde berichten…
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