Archiv für die Kategorie

Beit Emmaus Frühjahr 2013

70 Tage mit Palästinensern unter Besatzung gelebt – was bleibt

  ein altes Plakat: aktuell kein Märchen aus Tausend und einer Nacht Heute heißt es nun für mich mal wieder Abschied nehmen von einem Flecken auf unserer Erde, den ich wie keine zweite Region außerhalb meines Heimatlandes Deutschland, kennen und lieben gelernt habe. Es ist aber auch ein Land/ es sind zwei Länder wo ich

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„Man kann nicht gegen Antisemitismus kämpfen und gleichzeitig ein anderes Volk unterdrücken“

  Gespräch mit Roni Hammermann von der israelischen Menschenrechtsgruppe „Machsom Watch“ in ihrer Wohnung in Jerusalem Die Frauenorganisation Machsom Watch, auf Deutsch «Kontrollposten-Wache», gehört zum harten Kern der israelischen Menschenrechtsbewegungen, die sich dem breiten Konsens widersetzt und für Frieden und Aussöhnung einsteht. „Humanitär Line“ ein gesonderter Durchlass Seit Beginn der 2. Intifada Ende 2001 beobachten

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„Kafka“ im Westjordanland

Wie ich gestern in meinem Blog berichtet habe bin ich mit der Gruppe „Breaking the Silence“ letzten Donnerstag in den Süden des Westjordanlandes gefahren, in die Hügel hinter Hebron, kurz bevor das israelische Kernland mit der Negev-Wüste beginnt. Die Mehrzahl der Palästinenser dieser Gegend haben ihre familiären Wurzeln in Dörfern, die heute im Staat Israel

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„Ich lernte Menschen nicht mehr als Menschen wahr zu nehmen“

Am Donnerstag hatte ich die Gelegenheit mit einer, von Vertretern der  israelischen Gruppe „Breaking the Silence“ geführten Tour in das Gebiet südlich von Hebron zu fahren. In meinem Bericht heute will ich mich ausschließlich mit dieser Gruppe ehemaliger Soldaten, deren Aktivitäten und vor allem der Aussagen über  die Erfahrungen und Erlebnisse während ihrer Dienstzeit in

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Zur falschen Zeit am falschen Ort

 Seit gestern nun bin ich zu Gast in der Benediktinerabtei Dormitio die am Rande des Jerusalemer Altstadt auf dem Zionsberg steht. Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres war ich nach Wochen der Arbeit auf „Daher`s Weinberg“ bei Bethlehem, ebenfalls für die letzte Woche meines Aufenthaltes hier zu Gast. (Siehe hierzu auch meinen Blog vom Frühjahr

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Abschied von Beit Emmaus – Schukràn

Heute, auf den Tag genau, vor 9 Wochen bin ich in Beit Emmaus angekommen. Nun heißt es Abschied nehmen. Abschied von den 32 Bewohnerinnen und den Mitarbeiterinnen denen ich so manchmal im Haus oder im Garten  begegnet bin. Die eine oder andere Bewohnerin begrüßte mich schon des Morgens freundlich wenn ich zum Frühstück mein Zimmer

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Acht Wochen arbeiten im „Paradies“

Ich habe es schon an andere Stelle geschrieben: es war mir an jedem Morgen in diesen acht Wochen bewusst, welch ein Privileg es ist, in dieser herrlichen Umgebung -bei immer wunderschönem Wetter- arbeiten zu dürfen. der neue Kompostbereich  Natürlich habe ich dann im Verlauf des Tages je nach (körperlicher) Schwere der Arbeit, auch schon mal

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Palästina, für eine Nacht glücklich und stolz.

Ich hatte ja schon vor Wochen kurz informiert, dass es auch hier in Palästina eine Version des „Deutschland sucht den Superstar“ gibt. Von Anfang April an haben sich Samstag für Samstag viele Menschen vor dem Bildschirm versammelt um bei „Arab Idol“  vor allem dem palästinensischen Vertreter,einem Flüchtlingsjungen aus Gaza, die „Daumen“ zu drücken.  „Daumen drücken“

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„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt“ M. Gandhi

Ich hatte im Oktober des vorigen Jahres bei meiner Gruppenreise durch Israel und Palästina (siehe hierzu auch meine Blog-Berichte im Archiv) die Ehre, aber auch das Vergnügen Reuven Moskovitz*kennenzulernen. Mit ihm hatte ich mich gestern in Jerusalem verabredet. Wir trafen uns am zentralen Busbahnhof. Er wohnt dort ganz in der Nähe mit seiner Frau seit

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(Jüdische-)Mahnwache für ein Ende der Besatzung

In Palästina wird gegen die Auswirkungen der Besatzung – wie z.B. Häuserzerstörung, Flüchtlinge, Gefangene, Mauerbau/Grenzverlauf häufig demonstriert, sowohl spontan als auch regelmäßig, teilweise wöchentlich. Demonstrationen in Israel die das Thema Palästina oder Besatzung haben finden dagegen selten statt, mit einer Ausnahme: Treffpunkt Brunnen jeden Freitag zwischen 13 und 14 Uhr Seit 1987 (Ausbruch der 1.

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